Heute schon die Heizung von morgen installieren

Eine Wärmepumpe macht’s möglich. Diese Art von Heizung nutzt das natürlich vorhandene Wärmepotenzial der Umwelt: Aus Luft, Wasser und dem Erdreich kann thermische Energie gewonnen werden. Wärmepumpen machen Eigenheimbesitzer nahezu unabhängig von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas.

Optimal ausgelegt und an Ihre baulichen Gegebenheiten angepasst, können Sie mit einer Wärmepumpe langfristig Energiekosten sparen und gleichzeitig einen bedeutenden Teil zum Klimaschutz beitragen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Arten von Wärmepumpen und die damit verbundenen Kosten vor. Wir klären zudem umfassend über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Wärmepumpe auf.

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Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die am meisten genutzte Heizart im Bereich der regenerativen Energien. Sie nutzt als Energiequelle die von der Sonne erwärmte Außenluft. Entgegen der Vorstellung vieler kann diese Art der Wärmepumpe auch im Winter ausreichend Heizwärme produzieren.

Funktionsweise Luft-Wasser-Wärmepumpe

Diese Art der Wärmepumpe funktioniert vereinfacht gesagt nach dem „Kühlschrankprinzip“. Ein Kühlschrank bringt die warme Luft nach außen. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe hingegen leitet die Wärme aus der Umgebungsluft in den Innenraum. Die Luft wird dann von einer Art Ventilator angesaugt und transportiert sie in einen Wärmetauscher. Dort wird ein zirkulierendes Kältemittel in Dampf umgewandelt, welcher für die Heizung und Warmwasseraufbereitung wichtig ist.

Flexible Installation möglich

Die Pumpe eignet sich idealerweise, wenn Sie ein neues Haus bauen oder eine größere Modernisierung vornehmen. Dabei lässt sich die Luft-Wasser-Wärmepumpe flexibel im Inneren des Hauses oder im Garten installieren.

Ihr Ansprechpartner

Michael Paulsen
info@michaelpaulsen.de
04127 – 97 70 00

Kosten der Wärmepumpe

Der Preis für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist nur schwer verallgemeinerbar. Er ist stark abhängig von dem gewünschten Wärmepumpentyp. Erfahrungsgemäß liegen die Kosten zwischen 10 000 und 16 000 Euro inklusive der nötigen Bauteile, Rohrleitungen und dem Zubehör. Hinzu kommen die Handwerkerkosten. Da die Wärmepumpe zum Teil mit Strom arbeitet, fallen zudem jährlich Stromkosten an. Jedoch sind die Wartungskosten sehr gering.

Die baulichen Gegebenheiten Ihres Hauses spielen bei der Gestaltung eine wichtige Rolle. Daher ist eine Fachberatung von Seiten eines Installateurs in jedem Fall ratsam.


Wissenswert: Die Installation einer Wärmepumpe als alternative Energiequelle trägt erheblich zum Klimaschutz bei und kann auf Antrag durch den Kunden beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) staatlich gefördert werden.

Vor- und Nachteile einer Luft-Wasser-Pumpe

Vorteile einer Luft-Wasser-Pumpe 

  • geringer Platzbedarf 
  • flexibel Innen und Außen installierbar 
  • wenig Wartungskosten  
  • umweltschonend    
  • Möglichkeit zur staatlichen Förderung
  • nachträglich installierbar

Nachteil einer Luft-Wasser-Pumpe 

  • bei Außenanbringung muss ggf. Lärmschutz beachtet werden

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt das Grundwasser als Quelle zur Gewinnung thermischer Energie, weshalb sie auch Grundwasserwärmepumpe genannt wird. Der große Vorteil ist, dass die Pumpe keinen saisonalen Temperaturschwankungen unterliegt. Das Grundwasser hat ganzjährig eine Temperatur zwischen 8 und 12 Grad Celsius.

Bauliche Voraussetzungen und Funktion einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Wer sich für diese Art der Wärmepumpe entscheidet, muss bauliche Veränderung im Garten vornehmen. Für die Inbetriebnahme müssen zwei Brunnen gebaut werden, ein Förderbrunnen und ein Schluckbrunnen. Die Tiefe hängt vom Stand des Grundwassers auf Ihrem Grundstück ab. In der Regel müssen Löcher zwischen 1,5 und 15 Metern gebohrt werden.

Während der Förderbrunnen das Grundwasser an die Erdoberfläche pumpt, ist der Schluckbrunnen für den Rücktransport zuständig. An der Oberfläche wird das Grundwasser mit Hilfe der Wasser-Wasser-Pumpe zunächst erhitzt und nach Verarbeitung wieder abgekühlt.

Hohe Kosten für Erschließung und Pumpe

Der Preis einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist vergleichsweise etwas höher. Das liegt in erster Linie an den Erschließungskosten, die sich in etwa zwischen 4 000 und 7 000 Euro bewegen. Die Kostenspanne im Pumpenbereich liegt hier zwischen 9 000 und 12 000 Euro. Je nach Tiefe der Grabungen und den lokalen Bauvoraussetzungen können die Preise stark variieren, sie dienen lediglich als grobe Richtlinie.

Umfangreiche Organisation im Vorwege nötig

Die umfangreichen baulichen Veränderungen müssen von staatlicher Seite genehmigt werden. Der Gesetzgeber hat strenge Vorgaben für den Brunnenbau festgelegt, die ein Grundstück erfüllen muss.


Wissenswert: Bei zu hohen Mangan- oder Eisenwerten ist der Bau einer Wasser-Wasser-Pumpe wenig sinnvoll. Darin enthaltende Oxide können die Funktionsfähigkeit der Pumpe herabsetzen. Daher ist die Analyse des Grundwassers im Vorfeld nötig.

Vor- und Nachteile einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe im Überblick

Vorteile einer Wasser-Wasser-Pumpe

  • Pumpe ist ganzjährig effizient 
  • nachträglich installierbar  
  • Quelle Grundwasser ist überall vorhanden

Nachteile einer Wasser-Wasser-Pumpe

  • Bau der Anlage aufwendig
  • kostspielig
  • regelmäßige Wartung erforderlich

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe funktioniert ebenfalls ganz ohne fossile Brennstoffe und nutzt die kostenfreie Erdwärme als Energiequelle. Deshalb wird sie auch Erdwasserwärmepumpe genannt. Diese Art der Wärmepumpe ist auch über die Wintermonate hinweg ein konstanter Wärmelieferant, da die Temperaturen im Erdreich ganzjährig zwischen sieben und 13 Grad Celsius liegen. Selbst hartnäckiger Frost dringt nicht in die tiefen Erdschichten vor.

Funktion und bauliche Voraussetzungen

Es gibt zwei Varianten, die thermische Energie der Erdschichten zu gewinnen: Erdkollektoren und Erdsonden. Die beiden Möglichkeiten unterscheiden sich im Wesentlichen in der Tiefe der Bohrung und der dafür benötigten Fläche.

Erdkollektoren und Erdsonden als zwei Bauoptionen 

Erdsonden werden für die Energiegewinnung aus den tieferen Erdschichten genutzt. Im Anschluss an die Bohrungen werden die Sonden in 40 bis 100 Metern Tiefe vertikal in die Erde gesetzt. Der Platzbedarf fällt daher eher gering aus. Bohrungen in dieser Tiefe müssen meistens bei den Behörden angemeldet werden. Zudem muss der Standort der Wärmepumpe den Vorgaben nach dem Wasserhaushaltsgesetz entsprechen. Dies muss durch die Wasserbehörde im Vorfeld überprüft werden.

Erdkollektoren gewinnen die benötigte Wärme aus den oberen Erdschichten. Sie werden auf dem Gelände horizontal und großflächig in 0,8 bis drei Metern verlegt. Wie eine Fußbodenheizung verlaufen die Rohre schlangenförmig durch das Gelände. Der Platzbedarf für die Erdkollektoren variiert von Haus zu Haus. Als grobe Faustformel zur Flächenberechnung gilt: die zu heizende Quadratmeterfläche mal zwei.

Kosten der Tiefenbohrungen

Die Tiefenbohrungen für die Erdsonden liegen zwischen 60 und 100 Euro pro Meter. Für die Kollektorgrabungen fallen zwischen 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter an.

Hinzu kommt die Wärmepumpe, die ungefähr 10 000 bis 15 000 Euro kostet.

Wissenswert: Die Installation dieser Wärmepumpenart wird auf Antrag ebenfalls durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit größeren Summen subventioniert.

Vor- und Nachteile einer Sole-Wasser-Wärmepumpe im Überblick

Vorteile einer Sole-Wasser-Pumpe

  • mehrere Bauoptionen
  • hohe staatliche Subventionierung möglich 
  • kalte Monate beeinflussen die Funktion der Pumpe nicht 
  • wenig Wartungskosten 
  • umweltschonend
  • nachträglich installierbar

Nachteile einer Sole-Wasser-Pumpe

  • hohe Kosten für  Tiefbauarbeiten 
  • mehrere Genehmigungen vor Baustart nötig
  • hoher Platzbedarf bei Erdkollektoren

Luft-Luft-Wärmepumpe

Die Luft-Luft-Wärmepumpe nutzt die unendlich frei verfügbare Umgebungsluft, um thermische Energie zu gewinnen. Sie kann zudem die verbrauchte Raumluft verwenden und sie in Frischluft umwandeln.

Funktion und Voraussetzungen für die Luft-Luft-Wärmepumpe

Diese Variante ist lediglich mit einer kleinen Wärmepumpe ausgestattet. Entgegengesetzt zu anderen Heizsystemen funktioniert die Wärmeverteilung in die Räume bei der Luft-Luft-Wärmepumpe nicht über Heizkörper, sondern über Luftkanäle. Daher ergibt sich die Möglichkeit, das Lüftungssystem im Sommer als eine Art Klimaanlage zu nutzen. Sie kann drinnen und draußen installiert werden.

Eine wichtige Voraussetzung für die Inbetriebnahme einer Luft-Luft-Wärmepumpe ist eine gute Isolierung des Hauses. Bei vielen Altbauten ist die Heizlast sehr hoch, was sich vor allem im Winter an den Stromkosten bemerkbar macht. Die Pumpe wird ineffizient. Ein großer Pluspunkt ist jedoch, dass keinerlei Grabungen und aufwendige Umbauten und somit auch keine extra Kosten dafür anfallen. Die kleine Wärmepumpe liegt preislich zwischen 5 000 und 10 000 Euro.

Vorteile einer Luft-Luft-Pumpe 

  • fördert gutes Raumklima
  • kann ggf. als Klimaanlage genutzt werden
  • preisgünstig in der Anschaffung
  • flexibler Installationsort
  • geringer Platzbedarf

Nachteil einer Luft-Luft-Pumpe 

  • nicht für Altbauten geeignet
  • ineffizient bei hoher Heizlast
  • geringere Heizleistung in kalten Monaten
  • wartungsintensiv

Sie interessieren sich für ein kostenloses und unverbindliches Angebot für eine Wärmepumpe in Ihrem Zuhause? Dann kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne jeder Zeit  persönlich.

Hybridwärmepumpe

Das Wort hybrid heißt in seiner Originalbedeutung so viel wie vermischt. Diese Art der Heizungsanlage kombiniert demnach verschiedene Heizsysteme miteinander.

Funktion und Kosten

Es können zum Beispiel die oben genannten Wärmepumpen mit fossilen Energieträgern bivalent genutzt werden. Die beiden Heizsysteme können sich zum einen unterstützen und jeweils bis zu einem vorher festgelegten Punkt die Wärmeaufbereitung übernehmen. Zum anderen können sie parallel laufen. Moderne Anlagen können dann berechnen, welche Art der Heizung situativ am effizientesten ist. Auf diese Weise ist Ihre Heizungsanlage maximal ökonomisch.

Allerdings ist dieses System auch mit höheren Anschaffungskosten verbunden, da vereinfacht gesagt zwei Heizsysteme installiert werden müssen. Die Kosten liegen hier zwischen 13 000 und 19 000 Euro. In vielen Fällen kann jedoch die alte Heizungsanlage mit eingebunden werden. Diese Variante kostet zwischen 9 000 und 15 000 Euro.
Wissenswert: Die Hybridwärmepumpe wird staatlich gefördert durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Vorteile einer Hybridwärmepumpe 

  • maximal ökonomisch und effizient
  • staatliche Förderung möglich
  • keine Heizprobleme in den kalten Monaten
  • vorhandene Heizungsanlage kann mit einbezogen werden

Nachteil einer Hybridwärmepumpe 

  • hohe Anschaffungskosten
  • fossile Brennstoffe kommen zum Einsatz

Vier hilfreiche Tipps für die Anschaffung Ihrer Wärmepumpe

Sie wollen in Zukunft die Umwelt schonen und sind an einer Wärmepumpe interessiert? Bei der Anschaffung gibt es vieles im Vorwege zu bedenken. Wir haben anhand von vier Punkten eine To-Do-Liste für Sie erstellt.

  1. Informieren Sie sich vorher über den energetischen Stand ihres Hauses.
    Am energetischen Stand Ihres Hauses orientiert sich die Heizlast, die entscheidend bei der Wahl der geeigneten Wärmepumpe ist. Sind einige Räume vielleicht besser gedämmt als andere? Wenn Ihr Eigenheim nicht ausreichend isoliert ist, ist zum Beispiel die Luft-Luft-Wärmepumpe weniger sinnvoll.
    Achtung: Modernisierte Altbauten können in Ausnahmefällen ebenfalls die Voraussetzungen erfüllen, die sonst nur für Niedrigenergiehäuser gelten.
  2. Klären Sie die Beschaffenheit ihres Bodens/Grundwassers.
    Bei der Wasser-Wasser-Pumpe ist zum Beispiel eine Grundwasseranalyse nötig. Erfüllt dieses nicht die gesetzlichen Vorgaben, kommt diese Art für Sie nicht in Frage. Auch für die Tiefbauarbeiten im Falle der Sole-Wasser-Wärmepumpe ist zu klären, welche Rohre und Kabel gegebenenfalls bereits auf ihrem Grundstück verlegt sind. Das vermeidet unangenehme Überraschungen.
  3. Denken Sie darüber nach, was Sie von Ihrer neuen Heizungsanlage erwarten.
    Was erwarten sie von Ihrem neuen Heizsystem? Soll es besonders ökonomisch oder besonders nachhaltig oder kostengünstig sein? Jede Heizungsanlage bringt aufgrund ihrer Beschaffenheit unterschiedliche Möglichkeiten mit. So eignet sich die Luft-Luft-Wärmepumpe beispielsweise auch im Sommer als Klimaanlage. Teilen Sie unseren Beratungsexperten Ihre Wünsche und Vorstellungen mit.
  4. Finden Sie die momentan zu heizende Fläche heraus.
    Jedes Haus bringt aufgrund seiner Architektur und Größe des Gartens unterschiedliche Voraussetzungen mit sich. Wichtige Fragen sind hierbei: Haben Sie eine zusätzliche Fußbodenheizung? Heizen Sie im Winter bestimmte Räume mit einem Holzofen? Ist Ihr Garten überhaupt groß genug für die Installationen von Erdkollektoren? Gerne stehen wir Ihnen bei Unklarheiten als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Entscheidung für das ideale Heizsystem ist nicht einfach. Sie ist an gute Vorüberlegungen geknüpft und bedarf einer umfangreichen Organisation.

Wir machen Ihnen den Weg frei durch den Technikdschungel und beraten Sie gerne. Mit Ihnen zusammen finden wir für Sie die effizienteste Heizart heraus. Teilen Sie uns Ihre individuellen Wünsche und Fragen mit.

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