Heizungsanlagen: Modernisierung oder Neubau – immer perfekt abgestimmt

Sparen mit modernster Heiztechnik

Ein Feuer sorgt so oft für rustikale Romantik in lauschigen Sommernächten. So schön das auch hin und wieder sein kann: die Zeiten, in denen ein Lagerfeuer als einzige Wärmequelle diente, sind schon längst vorbei. Mittlerweile stehen uns eine Vielzahl an Heizsystemen zur Verfügung. Dabei steht vor allem der effiziente, ressourcenschonende Einsatz von Brennstoffen und deren umweltgerechter Einsatz im Vordergrund. Die Auswahl ist groß und ein Heizungsanlagenkauf eine Investition für mehrere Jahre – da fällt es oft nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen. Deshalb stellen wir Ihnen auf dieser Seite fünf verschiedene Heizsysteme mit ihren Funktionen sowie Vor- und Nachteilen ausführlich vor. Als qualifizierte Energieberater begleiten wir gerne Ihren Entscheidungsprozess. Für einen unverbindlichen Beratungstermin sind wir unter der Nummer: 04127/ 97 700 – 0 erreichbar.

Ihr Ansprechpartner

Michael Paulsen
info@michaelpaulsen.de
04127 – 97 70 00

Heizungstechniken

1. Wann Heizung erneuern

Der wohl triftigste Grund für eine neue Heizung ist, wenn Komponenten der alten Anlage nicht mehr funktionieren oder irreparabel sind. Doch es gibt noch mehr gute Gründe für eine Erneuerung einer Heizung, nämlich etwa die Modernisierung oder Renovierung eines Hauses oder der Wunsch nach einem effizienteren Heizsystem, um Kosten zu senken. Ein weiterer Anreiz ist der Umstieg auf erneuerbare Energieträger, die unabhängig von fossilen Brennstoffen funktionieren.

Experten empfehlen, nach ungefähr 15 Jahren eine Generalinspektion der gesamten Heizungsanlage durchzuführen. Im Anschluss kann dann beurteilt werden, wie lange und ob sich ein weiterer Betrieb noch lohnt. Generell lässt sich sagen, dass der Energieverbrauch von älteren Anlagen wesentlich höher als der von modernen Heizungen ist, weshalb sich der Austausch oftmals auch bereits vor Ablauf dieser 15 Jahre lohnt.

Ölheizung

Brennstoff: Öl, fossil
Funktion kurz erklärt: Öl wird verbrannt und erhitzt Wasser oder Luft als Wärmeträger
Komponenten: Öltank, Heizkessel, Wärmetauscher, Umwälzpumpe, Abgasleitung, Heizungsrohre, Heizkörper
Vorteile: moderne Brennwerttechnik erreicht hohe Wirkungsgrade
KfW-Förderung
Nachteile: hohe CO2-Emmissionen, abhängig vom Ölpreis

Die Ölheizung ist eine der am meisten genutzten Heizungsarten. Früher lag das Problem der Ölheizungen darin, dass ein großer Teil der Wärme mit den Abgasen über den Schornstein verloren gegangen ist. Dank neuer Technologie übernimmt der Öl-Brennwertkessel dabei die Funktion, diesen Verlust zu minimieren. Bei dem Brennwert wird daher auch die Energie des verdampfenden Wassers im Abgas berücksichtigt, was wiederum den Wirkungsgrad steigert.

Gasheizung

Brennstoff: Gas, fossil
Funktion kurz erklärt: Gas wird verbrannt und erhitzt dabei Wasser oder Luft als Wärmeträger
Vorteile: moderne Brennwerttechnik mit hohem Wirkungsgrad
Nachteile: fossiler Brennstoff, nicht erneuerbar, Abhängigkeit vom Gas-Preis, hohe CO2-Emmissionen

Die Funktion der Gasheizung unterscheidet sich im Wesentlichen nicht viel von anderen Heizungsarten. Eine Besonderheit ist der Gasbrenner für den Brennstoff, der im Gegensatz zum Ölbrenner seine eigenen Charakteristiken hat. Beim Einsatz eines Gasbrennwertkessels etwa liegt der Fokus wie auch bei der Ölheizung auf der optimalen Ausnutzung des verfügbaren Energieträgers. Dadurch wird der Schadstoffausstoß gering gehalten. Etwa zwei Drittel der deutschen Haushalte nutzen zur Wärmeerzeugung eine Gasheizung.

Pelletheizung

Brennstoff: Presslinge aus Sägemehl und Holzspänen, erneuerbar
Funktion kurz erklärt: Holz wird in Form von Pellets verbrannt
Komponenten: Feuerungsanalage, Lagerabteil für Pelletlagerung, Pufferspeicher, Mess- und Regeltechnik, Ascheaustragunssystem, Zuführungseinrichtung
Vorteil: umweltfreundlich, CO2-neutrale Heizung, günstiger Rohstoffpreis, nachwachsender Rohstoff, hoher Wirkungsgrad
Nachteil: Lagerfläche für Pellets, Abhängigkeit vom Rohstoffpreis

Wer im Zuge einer Modernisierung überlegt, seine Heizungstechnik auf Pellets umzustellen, braucht zusätzlichen Lagerraum für den Brennstoff. Der alte Heizkessel hingegen kann in der Regel problemlos durch den Pellet-Brennwertkessel ohne weiteren Platzanspruch ersetzt werden.

Wärmepumpe

Diese Art von Heizung nutzt das natürlich vorhandene Wärmepotenzial der Umwelt: Aus Luft, Wasser und dem Erdreich kann thermische Energie gewonnen werden. Wärmepumpen machen Eigenheimbesitzer nahezu unabhängig von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas. Der Umstieg zu einer neuen Heizung, die von einer Wärmepumpe betrieben wird, ist mit einigen Vorüberlegungen verbunden. Langfristig gesehen können Sie mit diesem Heizsystem allerdings nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Kosten einsparen.

Umweltfreundliche Heiztechnologien
Da die Funktionen einer Wärmepumpe weitaus komplexer ist als bei einer mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizung, widmen wir diesem Thema eine eigene Seite. Unter https://www.michaelpaulsen.de/regenerative-energien/waermepumpe/ klären wir umfassend über die Kosten, baulichen Voraussetzungen sowie die Vor- und Nachteile auf. Dort finden Sie ebenfalls alle Informationen zur staatlichen Subventionierung.

Überblick Wärmepumpen

  • nutzt von der Sonne erwärmte Außenluft als Energiequelle
  • Möglichkeit zur staatlichen Förderung
  • geringe Wartungskosten
  • umweltschonend
  • nutzt Grundwasser als Quelle zur Gewinnung thermischer Energie
  • keine saisonalen Temperaturschwankungen
  • bauliche Veränderungen notwendig: Installation eines Förder- und eines Schluckbrunnens
  • umweltfreundlich
  • Quelle Grundwasser überall vorhanden
  • nutzt Erdwärme als Energiequelle
  • auch über Wintermonate konstanter Wärmelieferant
  • bauliche Veränderung im Garten erforderlich: Installation von Erdsonden oder Erdkollektoren
  • hohe staatliche Förderung möglich
  • nutzt frei verfügbare Umgebungsluft zur Gewinnung thermischer Energie
  • lässt Allergiker aufatmen: kann verbrauchte Raumluft verwenden, um sie in Frischluft zu verwenden
  • kann als Klimaanlage genutzt werden
  • geringer Platzbedarf
  • flexibler Installationsort
  • bivalente Nutzung von fossilen Energieträgern mit den oben genannten Wärmepumpen
  • maximal ökonomisch und effizient
  • vorhandene Heizungsanlage kann mit einbezogen werden
  • staatliche Förderung möglich

Solarthermie

Solarthermie arbeitet, wie der Name bereits verrät, mit Sonnenlicht als Energiezufuhr. Vereinfacht erklärt trifft Sonnenlicht auf die Solarkollektoren auf dem Dach eines Hauses oder Carports und die Elektronen innerhalb der Zellen werden angeregt. Sie bewegen sich und wandern über ein Kabel. Dabei ist die Bewegung gleichbedeutend mit Strom, welcher anschließend ins Haus transportiert wird.

Innovative Systemlösung mit Sonnenheizung

Eine Solaranlage kann eine Heizungsanlage wirtschaftlicher machen – und den Betreiber deutlich unabhängiger. Aber erst eine gute Abstimmung der Einzelkomponenten aufeinander bringt optimale Ergebnisse. Egal ob Ihr Wärmeerzeuger mit Öl, Gas, Holz oder Umweltwärme, also mit einer Wärmepumpe, betrieben werden soll, bieten wir eine optimale Systemlösung. Dieses System heißt Sonnenheizung und steht für maximale Energieeffizienz, höchsten Warmwasser- und Heizungskomfort sowie für besondere Langlebigkeit.

Solaranlagen für Bestandsgebäude und Neubauten möglich

Mit einer Sonnenheizung lassen sich selbstverständlich auch jüngere Heizungsanlagen nachrüsten. Allerdings sollten Sie prüfen, ob ein gänzlich neuer Wärmeerzeuger gesamtwirtschaftlich gesehen vielleicht die bessere Lösung darstellt und Ihnen ganz neue Energiesparmöglichkeiten eröffnet. Dabei soll stets die optimale Energieausnutzung gewährleistet werden.

Tipps zur Entscheidungsfindung

Bei einer so großen Auswahl ist es nicht einfach, das ideale Heizsystem zu finden. Es sind viele Vorüberlegungen und je nach neuer Heizungsart umfangreiche Organisationen notwendig. Deshalb haben wir einige Tipps zur Entscheidungsfindung für Sie zusammengestellt. Gerne begleiten wir Ihren Entscheidungsprozess als Energieberater an Ihrer Seite und finden die ideale Heizungsanlage für Ihre Bedürfnisse und klären über die Kosten einer neuen Heizung auf. Lassen Sie sich von unseren qualifizierten Energieberatern ein unverbindliches Angebot erstellen.

  1. Informieren Sie sich vorher über den energetischen Stand ihres Hauses

Am energetischen Stand Ihres Hauses orientiert sich die Heizlast, die entscheidend bei der Wahl der geeigneten Wärmepumpe ist. Sind einige Räume vielleicht besser gedämmt als andere?

  1. Individuelles Heizverhalten reflektieren

Im Vorwege sollten Sie sich überlegen, zu welchen Zeiten sie besonders intensiv heizen und ob sie eher einen hohen oder niedrigen Verbrauch haben. Dementsprechend kommen oftmals unterschiedliche Heizarten für Sie in Frage.

  1. Verfügbare finanzielle Mittel

Neue Heizungsanlagen sind eine langfristige Investition und sind unterschiedlich kostenintensiv. Daher ist es ratsam, sich vorher zu überlegen, welches Budget Sie für eine Heizungsmodernisierung oder neue Heizungstechnik zur Verfügung haben.

  1. Persönliches Umweltbewusstsein

Sofern Sie Ihre alte Heizungsanlage ersetzen wollen, spielt auch das persönliche Umweltbewusstsein eine Rolle bei der Entscheidung. Dabei stellt sich die Frage, ob Sie in Zukunft auf fossile Brennstoffe verzichten möchten und stattdessen auf regenerative Energieträger oder eine bivalente Lösung setzten.

  1. Staatliche Subventionen

Seit eigenen Jahren belohnt der Staat den Umstieg auf regenerative Energien mit verschiedenen Subventionsprogrammen. Die Installation einer Wärmepumpe als alternative Energiequelle trägt beispielsweise erheblich zum Klimaschutz bei und kann auf Antrag durch den Kunden beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) staatlich gefördert werden.

Geld sparen und Umwelt schonen

Ab sofort: Kosten senken durch den Austausch Ihrer Heizungsanlage oder das Erweitern Ihrer bestehenden Anlage durch regenerative Energien.